Datenschutzverordnung der EU

 

Die neue, strengere Datenschutzverordnung der EU (DSGVO) betrifft auch die Vereine.

Hier eine Zusammenfassung von einem Artikel des Trend, 10.4.

‚Strenger Datenschutz: Was auf Vereine zukommt‘.

https://www.trend.at/branchen/rechtsschutz/strenger-datenschutz-was-vereine-9814289

 

Alle personenbezogenen Daten, wie z.B. der Mitgliedsantrag an den Verein, das Anmeldeformular für Wettkämpfe/Ausstellungen, bedürfen einer datenschutzrechtlich wirksamen Einwilligung. Es dürfen nur Daten, die zur Mitgliederbetreuung nötig sind, erhoben werden.

‚…Gemäß DSGVO bedarf es für die Erhebung, Speicherung und Verarbeitung solcher Daten eine eindeutige Einwilligungserklärung des Mitglieds. Das gilt übrigens auch für die Zusendung von Newslettern ….. Vereine dürfen ihren Mitgliedern, Sponsoren und Förderern nur nach einer entsprechenden Einwilligung Informationen vom Verein zusenden …‘ ( Quelle Trend 10.4.2018, Christian Heutger).

Die Einverständniserklärung kann man zum Beispiel am Formular für den Mitgliedsantrag integrieren, sie muss in verständlicher Form und einfacher Sprache verfasst sein.

 

Auf der Website, oder auch sozialen Netzwerken, wie Facebook dürfen personenbezogene Daten auch nur nach ausdrücklicher Einwilligung des jeweiligen Mitglieds veröffentlicht werden, gibt es Unsicherheit, besser den Inhalt von der Seite löschen und das Mitglied um schriftliche Einwilligung bitten. Der Verein muss die Bewilligung entsprechend dokumentieren. Handelt es sich aber um funktionsbezogenen Daten, wie etwa den Namen, oder eine vereinsbezogene E-Mail Adresse eines Funktionärs, braucht man keine Einwilligung.

Für die Veröffentlichung von Ergebnissen aus Vorstandswahlen, oder Jahreshaupt-versammlungen, oder Ergebnisse aus Wettkämpfen braucht man dagegen keine Einwilligung.

Diese veröffentlichten Daten sollten aber nach einem angemessenen Zeitraum wieder gelöscht werden.

 

Vorsicht beim Veröffentlichen von Fotos und Videos im Internet !

Fotos und Videos dürfen erst nach Einwilligung der oder des Abgebildeten veröffentlicht werden.

‚….Eine Ausnahme gibt es für Medien, die bei öffentlichen Vorgängen, wie dem Karnevals- oder Schützenumzug entstanden sind. Sofern auf den Fotos, oder Videos Menschenansammlungen und keine Einzelpersonen gezeigt werden, dürfen diese auch ohne Einwilligung veröffentlicht werden ….‘ , ( Quelle Trend, 10.4.2018, Christian Heutger).

Vor der Veröffentlichung von Abbildungen Minderjähriger sollte man unbedingt die Einwilligung der Eltern einholen.

 

Ich rate daher Allen, Eure Homepages dahingehend gründlich durchzuschauen, ob personenbezogene Daten veröffentlicht sind und im Zweifelsfall zu löschen, bis ihr die Einverständniserklärung der Mitglieder habt ( unbedenklich sind Links zu den jeweiligen Homepages der Mitglieder , da die ja auch öffentlich zugängig sind ), und Kontaktformulare dementsprechend anzupassen, denn Verstöße gegen die Datenschutzverordnung können sehr teuer werden.

 

Jegliche personenbezogene Daten wie Adresse, Geburtstag etc dürfen nur nach Zustimmung der Betroffenen auf die Homepage genommen werden, ebenso muss vor Weitergabe der Daten der Mitglieder an Dritte (z.B. um eine Vereinscard zu bestellen ) separat eine Einwilligung des Betroffenen erfolgen ( und dokumentiert werden !).

Werden die Daten eines ehemaligen Mitgliedes gelöscht, muss das auch dokumentiert werden.